Jagdschutzverein Passau – Hegeschau

Die Jagd steht vor großen Herausforderungen – Das Naturschutzthema war der Hummel gewidmet.

Passau. War in den letzten beiden Jahren der Lebensraum Wiese Naturschutzthema von der Wildlandstiftung Bayern und des Bayerischen Jagdverbandes, so geht das Naturschutzthema heuer mit „Bienen, Hummeln, Wespen“ ebenfalls in die gleiche Richtung.

 

Die Lebensräume für Wildtiere in der Agrarlandschaft zu erhalten, zu verbessern und neu zu schaffen, sei ein gemeinsames Ziel von Jägern und Landwirten. Dies könne mit einer Blühfläche am Waldrand oder in der Feldflur, mit der Anlage von Hecken, Streuobst oder Feldrandstreifen erreicht werden. Damit soll dem Rückgang der Niederwildarten wie Hase, Fasan Rebhuhn entgegengewirkt werden. Mit verschiedenen Programmen habe man dabei  Instrumente zur Hand, um hochwertige Lebensräume für die Wildtiere in der Agrarlandschaft zu integrieren, betonte der 1. Vorsitzende des Jagdschutzvereins Passau und Umgebung Ernst Gerauer.

 

Grußworte richteten Landrat Franz Meyer, Landtagsabgeordneter Walter Taubeneder, leitender Landwirtschaftsdirektor Robert Schnellhammer, BBV-Kreisobmann Hans Koller und Forstdirektor Josef Kiefl an die Versammlung.

Die Sturmschäden und die Afrikanische Schweinepest waren dabei aktuelle Themen auf die hierbei ausführlich eingegangen wurde.

 

Ich glaube, wir Jäger stehen vor schwierigen Aufgaben sagte Ernst Gerauer. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt immer weiter nach Westen vor. Ein weiteres Problem wird die Waldverjüngung auf den 3.200 Hektar Windwurfflächen sein. Hier bat er alle Jägerinnen und Jäger darum, ihren Beitrag zu leisten. Hier müssen die Wildbestände für einige Jahre noch weiter abgesenkt werden. Aber auch Einzelschutzmaßnahmen sollten in Betracht gezogen werden. Ein Thema, das mich seit Jahren beschäftigt, ist die ungehinderte Vermehrung der Wölfe in Deutschland, so Gerauer, der gleichzeitig auch Vorsitzender der ARGE „Jagende Land- und Forstwirte“ im Landesjagdverband ist. Bayern müssen sich entscheiden, entweder Almwirtschaft oder unkontrollierte Wolfsausbreitung – beides miteinander gehe nicht, sagte er.

Auf die Auswertungen zur Pflichthegeschau und das Ergebnis der internen Prämierung und Auszeichnung der vorgelegten Rehgehörne ging danach Regierungsjagdberater Hans Parhofer ein.

 

 

Über die Entwicklung bei Fasan, Fuchs oder Hase gab die Hegeschau des Jagdschutzvereins Passau Aufschluss. Das Naturschutzthema 2018/2019 des Bayerischen Jagdverbandes ist mit „Hummeln – brummende Frühlingsboten“  den Bienen, Hummeln und Wepsen gewidmet. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet auch die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Passau. Viele Aktionen tragen dazu, Nahrungs- und Nisthabitate für Bienen, Hummeln und Wespen zu schaffen. Auch bei der Hegeschau für den Bereich der Stadt Passau und des Altlandkreises Passau wurde diesem Naturschutzthema Rechnung getragen. Auf dem Bild (von links) WBV-Vorsitzender Max Nigl, Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer, Landrat Franz Meyer, MdL a.D. Konrad Kobler, Kreisgruppenvorsitzender Ernst Gerauer, MdL Walter Taubeneder, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Forstdirektor Josef Kiefl,  leitender Landwirtschaftsdirektor Robert Schnellhammer und Regierungsjagdberater Hans Parhofer.

Jahreshauptversammlung

Großartiger Vertrauensbeweis für Ernst Gerauer und die Vorstandschaft des Jagdschutzvereins.

 

Passau. Einen umfangreichen Tätigkeitsbericht legte der 1. Vorsitzende des Jagdschutzvereins Ernst Gerauer bei der Jahreshauptversammlung vor.

Über die Kassenführung, die Vermögenslage des Vereins und die Mitglieder-

bewegung informierte Schatzmeister Hubert Spieleder die Anwesenden.

Die Jahreshauptversammlung wurde auch zum Anlass genommen, um langjährige und verdiente Mitglieder auszeichnen zu können.

Satzungsgemäß stand die Wahl der Vorstandschaft an. Der bisherigen Vereinsführung mit Vorsitzendem Ernst Gerauer  wurde in einer schriftlichen Wahl durch ein  einstimmiges Ergebnis ein überwältigender Vertrauensbeweis entgegengebracht.

 

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Waidkameraden trug  der 1. Vorsitzende des Jagdschutzvereins Passau Ernst Gerauer seinen Tätigkeitsbericht vor und wies dabei auf die zahlreichen Veranstaltungen der Kreisgruppe Passau sowie auch auf diejenigen Versammlungen hin, an denen Vereinsvertreter mit dabei waren. Die Hubertusfeier 2017 wurde in Haselbach abgehalten. Die Messe zelebrierte  Pfarrer Markus Krell. Die Mitglieder der Jagdhornbläsergruppen Kellberg und Passau umrahmten mit der „Jägermesse“ von Hermann Neuhaus den Gottesdienst. Anschließend feierte der Jagdschutzverein Passau und Umgebung sein 140jähriges Bestehen bei einem gemütlichen Jägerabend. Zum Thema „Große Beutegreifer“ hatte der Landesjagdverband Bayern zu einem Symposium nach Freyung eingeladen, an dem ebenfalls Vereinsvertreter mit dabei waren.

 Der abgelaufene Jungjäger-Ausbildungslehrgang wurde von 18 Teilnehmern besucht – 11 davon haben die Prüfung bestanden. Der derzeit laufende Kurs zählt erfreulicherweise 31 Jungjäger, so Gerauer. Die Jägerprüfung am Amt für Landwirtschaft und Forsten in Passau habe sich bestens bewährt, bestätigte der Kreisgruppenvorsitzende, der sich in diesem Zusammenhang beim leitenden Landwirtschaftsdirektor Robert Schnellhammer sowie bei den Lehrherren bedankte.

Hundeobmann Rudolf Aigner hat einen Abrichtelehrgang für Jagdgebrauchshunde mit anschließender Brauchbarkeitsprüfung abgehalten. Alle sieben Hunde bestanden die Prüfung.

Die Jahreshauptversammlung wurde weiter zum Anlass genommen, um langjährige Waidkameraden für ihre Vereinstreue auszeichnen zu können. Die Treuenadel in Silber für 25jährige Mitgliedschaft erhielten Josef Ragaller und Anita Wollinger.

Für 40 Jahre wurden Josef Baumann, Gerald Grubmüller, Dr. Michael Holschbach, Alfred Maier und Friedrich Stadler mit der Treuenadel in Gold geehrt. Seit 50 Jahren sind Reinhold Aigner, Sebastian Buchinger, Max Gruber, Josef Huber, Rudolf Mörtlbauer und Fritz Steinhofer Mitglied des Jagdschutzvereins Passau. Für 60jährige Vereinszugehörigkeit wurden Alois Hofer und Josef Winkelhofer ausgezeichnet. Mit dem BJV-Eichenkranz in Bronze wurde die verdienstvolle Arbeit von Klaus Kölbl gewürdigt. Die Jagdhornbläsergruppe Passau und Kellberg umrahmte die Ehrung mit Hornmusik.

Über die Kassenführung, die Vermögenslage des Vereins und die Mitgliederbewegung informierte danach Schatzmeister Hubert Spieleder die Versammlung. Zum 31. Dezember zählte die Kreisgruppe 434 Mitglieder. Die vorgelegte Einnahmen- und Ausgabenrechnung als auch der Haushaltsplan für 2019 wurde einstimmig genehmigt.

Im Revisionsbericht der Kassenprüfer Eduard Groß und Christian Wimmer, wurde dem Schatzmeister Hubert Spieleder eine einwandfreie Kassenführung bestätigt.

Die Entlastung der Vorstandschaft wurde einstimmig erteilt.

 

Satzungsgemäß stand die Wahl der Vorstandschaft auf der Tagesordnung. Die Wahl  leitete der stellvertretende Regierungsbezirksvorsitzende Antonio Ruppert, assistiert von Jagdberater Josef Zitzelsberger, Helena Kummer und Lisa Ascher. Bei der geheimen Wahl der Vorstandschaft wurde der bisherigen Vereinsführung mit Vorsitzendem Ernst Gerauer durch eine einstimmige Wahl ein überwältigender Vertrauensbeweis entgegengebracht.

Die Mitglieder wählten: Ernst Gerauer (1. Vorsitzender); Andreas Wollinger (stellvertretende Vorsitzende); Hubert Spieleder (Schatzmeister);

Markus Lindmeier (Schriftführer); Johann Parhofer (stellvertretender Schatzmeister); Christian Wimmer (stellvertretender Schriftführer); Kurt Ziegler (Organisationsleiter); Jakob Anetseder (stellvertretender Organisationsleiter); Dr. Chrysant Fischer (Justiziar); Richard Heindl (Naturschutzbeauftragter); Simon Fischer (Junge-Jäger-Beauftragter) ; Rudolf Aigner (Hundeobmann);  Manfred Ziegler (EDV-Beauftragter); Max Heindl (Beauftragter für das Schießwesen), Andreas Wollinger und Margarethe Dorfmeister (Bläsergruppenleiter);  Gottfried Meißner, Stefan Ponigl, Michael Kapsreiter, Andreas Grubmüller und Klaus Kölbl (Beisitzer); Christian Wimmer und Eduard Groß (Kassenprüfer).

 

Danach wies Ernst Gerauer noch auf das Jahresprogramm 2018 hin. Am 21. April ist das Büchseneinschießen im Schützenhaus in Grubweg. Am 9. und 10. Juni finden die Feierlichkeiten 300 Jahre Kloster Thyrnau (früher fürstbischöfliches Jagdschloss) statt. Am 14. Juli ist der Beginn des Abrichtelehrganges für Jagdhunde mit anschließender Gebrauchshundeprüfung. Anmeldungen dazu können bei Hundeobmann Rudolf Aigner vorgenommen werden. Für den 29. September ist eine Fahrt zum Jagdparcours Bockenberg vorgesehen.  Die Hubertusfeier wird heuer am 3. November in Fürstenzell sein. Der Jungjägerausbildungslehrgang 2018/19 beginnt am 4. November.

Mit dem Jagdsignal „Auf Wiedersehen“ klang die Jahreshauptversammlung des Jagdschutzvereins Passau 2018 mit Hornmusik aus. 

Die Jahreshauptversammlung beim Jagdschutzverein Passau und Umgebung nahmen die Kreisgruppenvorsitzenden Ernst Gerauer (3.v.l.) und Andreas Wollinger (links) zum Anlass, um langjährige und verdiente Mitglieder auszeichnen zu können. Auf dem Bild von links Landrat Franz Meyer, MdL a.D. Konrad Kobler, MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, Kreisgruppenvorsitzender Ernst Gerauer, Alois Hofer, Rudolf Mörtlbauer, Josef Baumann, Josef Winkelhofer, Alfred Maier, Reinhold Aigner, Sebastian Buchinger, Josef Huber und stellv. Kreisgruppenvorsitzender Andreas Wollinger. 

Bei der Jahreshauptversammlung des Jagdschutzvereins Passau standen satzungsgemäß Neuwahlen an. Der Vereinsführung wurde durch eine einstimmige Wahl ein großartiger Vertrauensbeweis entgegengebracht. Auf dem Bild von links: Regierungsjagdberater Hans Parhofer, Hubert Spieleder, Andreas Grubmüller, Simon Fischer, Andreas Wollinger, Stefan Ponigl, Rudolf Aigner, Eduard Groß, Ernst Gerauer, Gottfried Meißner, Richard Heindl, Dr. Chrysant Fischer, Margarethe Dorfmeister, Klaus Kölbl, Kurt Ziegler, Max Heindl und Markus Lindmeier.